Diagnostik

3 – 18 Jahre

Klinisch-psychologische Diagnostik dient der Beantwortung individueller Fragestellungen. Im Zuge eines standardisierten Prozesses kommen diagnostische Verfahren zum Einsatz, die darauf abzielen, Stärken und Schwächen sichtbar zu machen. Die Ergebnisse der Diagnostik sollen eine solide Grundlage für eine weitere Behandlung, Handlungsempfehlungen, Unterstützungsmöglichkeiten sowie das Stellen einer Diagnose bieten.

Die Diagnosestellung orientiert sich am Klassifikationssystem des ICD-10 (Internationale statistische Klassifikation der Krankheiten und verwandter Gesundheitsprobleme). Ob eine krankheitswertige Diagnose gestellt wird, hängt von der vorliegenden Symptomatik und dem Nutzen der Diagnose für das Kind ab.

Schwerpunkte

  • Entwicklungsauffälligkeiten

    u.a. Kognition, Sprache, Motorik

  • Neuropsychologische Auffälligkeiten

    u.a. Aufmerksamkeit, Konzentration, Gedächtnis

  • Emotionale Schwierigkeiten

    u.a. Ängste, Depression

  • Verhaltensauffälligkeiten

    u.a. AD(H)S, aggressives Verhalten

  • Schulbezogene Themen

    u.a. Schulfähigkeit, Legasthenie, Dyskalkulie, Hochbegabung

Ablauf

  • Erstkontakt

    Telefonisch klären wir Ihre individuelle Fragestellung und ob ich Sie in der Beantwortung dieser unterstützen kann. Anschließend vereinbaren wir die Termine für die Diagnostik. Der gesamte diagnostische Prozess umfasst je nach Fragestellung 6 – 10 Einheiten.

  • Explorations- und Anamnesegespräch (1-2 Einheiten)

    Im Explorations- und Anamnesegespräch schildern Sie mir Ihr Anliegen sowie Ihre Erwartungen an die Diagnostik. Zudem stelle ich Ihnen einige Fragen zur Entwicklungsgeschichte, zum sozialen Umfeld und zur Persönlichkeit Ihres Kindes. Dieses erste Gespräch liefert nicht nur wesentliche diagnostische Informationen, sondern dient auch als Grundlage für die Auswahl der Verfahren.

  • Diagnostische Untersuchung (2-6 Einheiten)

    Die diagnostische Untersuchung umfasst ein persönliches Gespräch mit Ihrem Kind sowie den Einsatz unterschiedlicher Verfahren (u.a. Verhaltensbeobachtung, Fragebögen zu Verhalten und Persönlichkeit, Entwicklungs-, Intelligenz- und Leistungstests). Die Auswahl der Verfahren und die Dauer der Untersuchung ist von der jeweiligen Fragestellung und vom Alter bzw. Entwicklungsstand Ihres Kindes abhängig. Im Rahmen der diagnostischen Untersuchung lege ich großen Wert darauf, eine entspannte und wertschätzende Atmosphäre zu schaffen. Nur wenn sich Ihr Kind wohl und gut aufgehoben fühlt, kann es zeigen, was es gut kann und wo es noch Schwierigkeiten hat.

  • Einbezug von Lehrer:innen

    Je nach Fragestellung besteht die Möglichkeit, Lehrer:innen in die Diagnostik miteinzubeziehen, sofern diese nützliche Zusatzinformationen geben können und möchten.

  • Rückmeldegespräch (1-2 Einheiten)

    Im Rückmeldegespräch werden Ihnen und Ihrem Kind die Ergebnisse der Diagnostik mitgeteilt und erklärt. Neben der Beantwortung der Fragestellung werden Empfehlungen für eine weitere Behandlung sowie für das schulische und familiäre Umfeld besprochen. Ich nehme mir ausreichend Zeit, all Ihre Fragen zu beantworten.

  • Klinisch-psychologisches Gutachten

    Nach Beendigung der Diagnostik wird ein ausführliches klinisch-psychologisches Gutachten verfasst, in dem die Ergebnisse und Empfehlungen erläutert werden. In diesem wird ausgeführt, in welchen Bereichen Ihr Kind noch Schwierigkeiten hat, jedoch ebenso in welchen Bereichen seine persönlichen Stärken und Fähigkeiten liegen. Wird eine Diagnose laut ICD-10 (Internationale statistische Klassifikation der Krankheiten und verwandter Gesundheitsprobleme) gestellt, wird diese schriftlich festgehalten.